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Foto: Heidi Scherm Fotografie
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Biologika zur Behandlung des familiären Mittelmeerfiebers

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Neue Therapien

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Biologika zur Behandlung des familiären Mittelmeerfiebers

 

Die Klinik für Rheumatologie und Klinische Immunologie der Charité-Universitätsmedizin Berlin, Campus Mitte führt derzeit eine Studie mit Biologika zur Behandlung der Familiären Mittelmeerfiebers nach Unwirksamkeit oder Wirkverlust von Colchizin durch. Dabei handelt es sich um ein bereits zugelassenes Präparat für andere rheumatische Erkrankungen, welches nun unter einer neuen Fragestellung erforscht wird.  Wenn Sie bereits Colchizin einnehmen, aber die Wirksamkeit Sie nicht zufrieden stellt (weiterhin Fieberschübe, Bauchschmerzen), dann kommt möglicherweise eine solche Studie für Sie in Frage.

Biologika (oder "Biologics", "Biologicals") sind eine neue Klasse von Medikamenten. Sie greifen in das immunologische Geschehen im Körper ein, indem sie Entzündungsvorgänge blockieren. In ihrer Wirkweise sind sie hauptsächlich biologische Gegenspieler der Zytokine. Zytokine sind entzündungsauslösende Botenstoffe, welche von den Makrophagen (Fresszellen des Immunsystems) abgegeben werden. Dazu gehören u. a. der Tumor-Nekrose-Faktor-α und das Interleukin-1. Die mit modernster Biotechnologie hergestellten Substanzen werden unter hohem technischem Aufwand produziert. Sie sollten nur in Ausnahmefällen zum Einsatz kommen, wenn andere rheumatologische Basistherapien (so genannte DMARD's, zum Beispiel MTX, Quensyl®, Arava®, Imurek® oder Colchizin)  fehlschlagen.